09.09. Heidelberg – Fortaleza

Pünktlich, wie nicht anders zu erwarten, wurde ich von meinem Reisepartner Arno und seiner Frau Undine, die uns zum Flughafen Frankfurt bringt, 06:10 Uhr abgeholt. Ebenso pünktlich bestiegen wir den Flieger und machten uns in den Sitzen bequem – sind diese doch unsere Heimat für die kommenden 10 Stunden.

Fortaleza erreichten wir vorzeitig und leicht angenervt. In einem vorwiegend mit Touristen beladenen Flugzeug liegen auch mal Fehlbesetzungen im Bereich der Möglichkeiten – ein deutsch-brasilianisches Pärchen (der Altersunterschied war beträchtlich) fröhnte ausgiebig dem Bierkonsum und entwickelte dabei eine ebenso ausgiebige wie lautstark untermalte Sortierleidenschaft des mitgeführten Handgepäcks.

In Fortaleza brachte uns ein Taxi Flix ins gebuchte Hotel ‚Tres Caravelas‘ im Bairro Praia Iracema, das unweit des nördlichen Strandes liegt. Leider war der Blick aufs Meer durch Hochhäuser verbaut. Doch das wurde durch ausgesprochen höfliches und hilfsbereites Auftreten der Hotelmitarbeiter mehr als ausgeglichen.

Nach einem ausgiebigen Rodizio (Kenner wissen, was sich dahinter versteckt…..) und einem Verdauungsspaziergang zum Atlantik und zurück – die Uferpromenade war noch sehr belebt – verließen wir Fortaleza am nächsten Mittag mit dem Bus nach São Luis, der Hauptstadt vom Bundesstaat Maranhão, die wir nach 20 stündiger  Fahrt erreichten.

In São Luis machten wir für einen halben Tag und eine Nacht das Centro historico ‚unsicher‘. Untergebracht waren wir in der Pousada ,Portas da Amazonia‘, in einem Haus aus der Kolonialzeit

Der Zustand der Altstadt ist in einem leicht verwahrlostem Zustand, den ich dem super geleckten Auftritt von Touri-Hochburgen vorziehe. Das ist aus meiner Sicht authentischer und charmanter. Das historische Zentrum liegt auf einer erhabenen Halbinsel an der Mündung des Rio Pindarê in die Baia de São Marcos (Tiedehub von ca. 7,5 m), und bietet manchmal nette Blicke auf die anderen Stadtteile.

Abend sind wir dann unweit der Pousada an einem Platz gelandet, der lautstark dem Reggae brasilianischer Machart frönte. Von der Straßenbestuhlung des Restaurants „Tia Dica“ aus könnten wir das Treiben gut beobachten. Es war die Flaniermeile des Viertels mit allen erdenklichen Typen – großartig bunt!

 

 

 

 

Gegen gegen später wechselte die Konservenmusik einem Live-Beitrag eines singenden Gitarristen, sehr gut anzuhören. So kamen wir noch zu einem ‚kostenlosen‘ Freiluftkonzert. Sehr kurzweilig.

 

 

 

 

 

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